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Tagung 2021

Ländliche Gesellschaft und digitale Geschichtswissenschaften

Jahrestagung der Gesellschaft für Agrargeschichte in Kooperation mit der Arbeitsgemeinschaft Digitale Geschichtswissenschaft des Verbands der Historiker und Historikerinnen Deutschlands

Sommertagung der Gesellschaft für Agrargeschichte am Freitag, 25. Juni 2021, 8:30-18:00 Uhr
Konzeption: Jun.-Prof. Dr. Christine Fertig, Dr. Olaf März (in Kooperation mit der „Arbeitsgemeinschaft Digitale Geschichtswissenschaft“ des Verbands der Historiker und Historikerinnen Deutschlands)

Wegen der Covid-19-Situation wird die Veranstaltung als Videokonferenz über Zoom durchgeführt. Bitte melden Sie sich bis Freitag, 18. Juni, bei Christine Fertig an: christine.fertig@uni-muenster.de

Daraufhin werden Sie zwei Tage vor der Konferenz den Link zum Zoom-Meeting erhalten. Es genügt dann, diesem Link zu folgen; Sie benötigen keine weiteren Zugangsdaten, um den virtuellen Vortragsraum zu betreten.

Das Digitale bewegt sich seit geraumer Zeit in immer mehr disziplinäre Zweigungen der Geistes- und Geschichtswissenschaften. Mit dem Begriff Digital Humanities werden nicht mehr nur Projekte etikettiert, die sich durch die Verwendung digitaler Werkzeuge (Datenbanken, Annotations-, Simulations-, Analyse-, Visualisierungs- und Präsentationstools) auszeichnen, der Begriff steht mittlerweile für eine lebhafte Diskussion über die Chancen, Risiken, Ziele und Grenzen digitalen Arbeitens und kreist bereits um die Frage der wissenschaftlichen Autonomie dieses neuen Arbeitsfeldes innerhalb der Geisteswissenschaften. Indiz für die wachsende Bedeutung digitaler Praktiken innerhalb der Geschichtswissenschaft ist nicht nur das Erscheinen einer zunehmenden Zahl von Publikationen, die Einrichtung von Lehrstühlen und Arbeitsgruppen im akademischen und institutionellen Umfeld sowie die Gründung von Vereinen und Initiativen auf Seiten der Studentenschaft und interessierter Laien, sondern auch die explizite Auseinandersetzung der historischen Fachdisziplinen mit diesem Thema.

Referent*innen und Organisator*innen
Henning Bovenkerk, M.A. (Universität Münster, Historisches Seminar)
PD Dr. Gábor Demeter (Ungarische Akademie der Wissenschaften, Institut für Geschichte, Debrecen)
Jun.-Prof. Dr. Christine Fertig (Universität Münster, Historisches Seminar)
Ass.-Prof. Dr. Niels Grüne (Universität Innsbruck, Institut für Geschichtswissenschaften und Europäi-sche Ethnologie)
Josefine Honke, M.A. (Universität Konstanz, Transferprojekt „MEMOZE“)
Dr. Olaf März (Bremen)
Dr. Katrin Moeller (Universität Halle-Wittenberg, Institut für Geschichte)
Dr. Peter Moser (Archiv für Agrargeschichte, Bern)
Dr. Michael Span (Universität Innsbruck, Institut für Geschichtswissenschaften und Europäische Ethnologie)

Programm
8:30 Öffnung des Zoom-Raums
8:45-9:00 Christine Fertig, Niels Grüne, Olaf März, Katrin Moeller
Begrüßung und Einführung

1. Sektion: Agrargeschichte virtuell? Forschung mit digitalen Quellen
9:00-9:45 Peter Moser
Vom „shift away from history“ im Archivbereich zur Re-Kombination von Archivierung und Forschung. Die schöpferische Kraft der Digitalisierung im Bereich der rural history10:00-10:45 Josefine Honke
YouTube-Videos als Erinnerungsmedien des „kommunalen Gedächtnisses“
10:45-11:15 Pause
Gesellschaft für Agrargeschichte e.V., Eschborner Landstr. 122, 60489 Frankfurt am Main

2. Sektion: Der ländliche Raum: Historische Forschung mit GIS
11:15-12:00 Gábor Demeter
GIS-aided database-building to visualize the long-term socio-economic transformation of the Hungarian peasantry and land-use changes from 1720 to 1920
12:15-13:00 Olaf März
Flurforschung digital. Pfade der räumlichen Rekonstruktion historischer Agrarflächen des 18. Jahrhunderts
13:00-14:00 Mittagspause

3. Sektion: Forschungsdaten: Erfassung, Management, Auswertung
14:00-14:45 Henning Bovenkerk
Quantitative Agrargeschichte und digitale Hilfsmittel. Der Einsatz digitaler Werkzeuge in der agrarhistorischen Forschung
15:00-15:45 Michael Span
Von der Verlassenschaftsabhandlung zur Datenbank. Eine digital unterstützte Untersuchung der frühneuzeitlichen „Massenquelle“ Inventar
15:45-16:15 Pause
16:15-17:00 Katrin Moeller
Wie ländlich war die „Ackerbürgerstadt“ des 18. Jahrhunderts? Digitale Werkzeuge der Massendatenanalysen zur Rekonstruktion von Berufs- und Erwerbsbiografien im Forschungstest

17:00 Abschlussdiskussion
17:30 Verleihung des (geteilten) Förderpreises 2021 der Gesellschaft für Agrargeschichte
– Gunnar Lehmann für seine Masterarbeit „Landschaftswandel in Brandenburg im Kontext sozialistischer und postsozialistischer Transformation“ (Universität Göttingen)
– Katharina Wohlfart für ihre Masterarbeit „Zwischen ländlicher Idylle und weiblicher Professionalisierung – Die Wirtschaftliche Frauenschule auf dem Lande in Miesbach in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts“ (LMU München)

18:15-19:30 Mitgliederversammlung der Gesellschaft für Agrargeschichte
(über BigBlueButton: Zugang mit separatem Link im Einladungsschreiben an die Mitglieder)

 

Further information:
Past conferences of the GfA

Past conferences of the Arbeitskreis für Agrargeschichte (1994-2012)

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